CD-Reviews | ANUBIZ "Unruh" | METALNEWS - 4,5 von 7 Punkten
"Klangvolle Depression"
Im November veröffentlichten ANUBIZ nun mit "Unruh" ihren dritten Longplayer nach "Pein" (2001) und "17" (2003).
Auf dem aktuellen Album singt jetzt Katrin Block, welche die ehemalige Vocalistin Caro ersetzte. Das Bonusmaterial,
mit welchem "Unruh" aufwartet, ist recht ordentlich. Auf dem Silberling findet man eine ausführliche Bandbiographie,
Fotos, das Video zum Track "Rastlos" sowie das Making Off zu "Unruh".
Sängerin Katrin führt die Stücke sehr stimmgewaltig, beinahe opernhaft auf. Somit unterstreicht sie gekonnt den
depressiven Charakter der Texte, ohne in Gejammer zu verfallen. Wenn Jörg Erkelenz einsetzt, erinnert seine Art,
Worte zu betonen und auszusprechen ein wenig an RAMMSTEIN, dieser Vergleich bleibt jedoch in dieser Richtung
einzigartig. Mit extrem viel Keyboard und Gitarren, die mehr in den Hintergrund gedrückt werden,
wird zusätzlich eine bedrohliche Stimmung aufgebaut, welche die gesamte Spielzeit über aufrecht erhalten wird.
Von den hasserfüllten Ausbrüchen und harten Rhythmen, die im Infoflyer beschrieben werden, ist allerdings wenig
bis nichts zu hören, dafür dominiert ganz klar das Bedrohliche in den Strukturen der einzelnen Songs.
Als Bonus wird "Mondlicht" noch ein zweites Mal dargeboten, jedoch in russischer Sprache. Qualitätiv wurde die
Scheibe sehr gut abgemischt, besonders im stimmlichen Bereich achtete man auf Klarheit.
Für Fans von reinem Gothic Metal dürfte "Unruh" sicher relevant sein, da sich ANUBIZ nicht in andere Gefilde
wagen. Wer es härter und agressiver mag kann sicher antesten, sollte jedoch die Erwartungen nicht zu hoch
schrauben, um im Nachhinein nicht endtäuscht zu werden.
Autor: Mandy Büschel [mina] | 21.11.2007 | 20:51
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