CD-Reviews | ANUBIZ "Unruh" | OSNAMETAL - 3,5 von 5 Punkten

Mit ihrem dritten Album „Unruh“ präsentiert sich Anubiz durch und durch professionell. In elf atmosphärisch und zugleich energiegeladenen Tracks bietet die Band gut strukturiertes und trotzdem kreatives Songwriting.

Bereits der Gesamtsound ist stilecht und angemessen gemischt: die Gitarren sind breit und kräftig, das Keyboard trägt ruhigere Passagen und bedient in angenehmer Weise die erwünschten Klischees. Die Stimmen finden ihren Platz in der Musik und ergänzen sich hervorragend: zum einen die opernhafte, weibliche Stimme im Stil von Nightwish und zum anderen ein harter, Rammstein-ähnlicher Gesang. Letztere Assoziation wird sicherlich durch die deutschsprachigen Songtexte gefördert und scheint durchaus erwünscht. Wären die Texte in englischer Sprache verfasst, würde man stellenweise Vergleiche zum Tiamat – Fronter J. Edlund ziehen können.

Erwähnenswert ist das hochwertig aufgemachte Album–Cover: Bis auf kaum zu erwähnende Kleinigkeiten wirkt das Artwork im edlen Digipack sehr solide und macht neugierig auf die Musik „hinter der Fassade“. Der Multimedia–Bonus rundet das Album dabei noch einmal ab. Womit ich mich nicht anfreunden kann, sind die Songtexte. Dabei ist nicht der Inhalt das Problem, sondern eher ein „fehlendes Händchen“ in punkto Wortfluss und Metrik. Hier, so möchte ich behaupten, könnte noch eine deutliche Steigerung drin sein. Zudem mag ich persönlich den Operngesangsstil leider ganz und gar nicht und stehe eher auf natürliche Stimmen, was der Band an sich aber recht egal sein dürfte.

Anspieltipps: „Verbrenne Mich“, „Rastlos“ sowie „Durch das Meer“

Score: 3,5 von 5.

Autor: Der General
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